
Es gibt Düfte, die sofort Erinnerungen wecken. Warmer Sirup, geröstete Walnüsse, ein Hauch Zimt und Nelke – und plötzlich ist man wieder Kind. Genau dieses Gefühl trägt traditioneller griechischer Baklava in sich. Für viele Griechen ist er nicht einfach ein Dessert, sondern ein Stück Kindheit. Ein Geschmack, der mit Familienfeiern, Wintertagen und langen Nachmittagen bei der Großmutter verbunden ist.
Baklava gehört zur Weihnachtszeit wie Kerzenlicht und kalte Luft vor dem Fenster. Die hauchdünnen Teigschichten, sorgfältig übereinandergelegt, knistern schon beim Schneiden. Dazwischen liegt die aromatische Walnussfüllung – kräftig, warm, leicht würzig. Nach dem Backen wird alles großzügig mit Sirup übergossen. Genau so, wie es früher gemacht wurde: langsam, geduldig, damit jede Schicht die Süße aufnehmen kann. Und obenauf oft eine Nelke – nicht nur als Dekoration, sondern als Duft, der den ganzen Raum erfüllt.
Dieses Rezept stammt aus Großmutters Zeiten. Eine Küche ohne Eile, ohne Abkürzungen. Baklava war kein schnelles Dessert, sondern ein Ritual. Man nahm sich Zeit, sprach miteinander, und am Ende stand ein Blech goldener Süße auf dem Tisch. Vielleicht ist es genau das, was ihn bis heute so besonders macht: Er erinnert uns daran, dass gutes Essen Geduld braucht – und Liebe.
Traditionell wird Baklava am Nachmittag serviert oder zu besonderen Anlässen gereicht. Er ist reichhaltig, intensiv und bewusst kein „leichtes“ Dessert. Und genau darin liegt sein Charme. Man genießt ihn langsam, Stück für Stück. Dazu ein Glas kaltes Wasser und ein starker griechischer Mokkakaffee – mehr braucht es nicht. Die Bitterkeit des Kaffees balanciert die Süße perfekt aus.
Baklava ist keine moderne Erfindung und will es auch gar nicht sein. Er steht für Beständigkeit. Für Rezepte, die Generationen überdauern. Für Geschmack, der sich nicht an Trends anpasst, sondern einfach bleibt.
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Zutaten
Method
- Den Ofen auf 220 °C vorheizen . Die Butter in einem Topf zerlassen und ein tiefes Backblech mit Butter einfetten. Nun mischst du die Füllung zusammen. Walnüsse, Zucker, Zimt und Nelken in einer Schüssel mischen und bei Seite stellen.
- Die Filoteigblätter in der Mitte halbieren. Jetzt das Backblech mit einer Hälfte Filoteig auslegen und mit einem Pinsel (geschmolzene Butter) den Teig bestreichen. Die restlichen Filoteigblätter mit einem feuchten Tuch abdecken. Weiter fortfahren mit einer Filoteighälfte und diesen ebenfalls mit Butter bestreichen. Nachdem die Hälften alle mit Butter bestrichen wurden wird die Walnussfüllung darauf verteilt.
- Die restlichen Blätter werden nun damit abgedeckt und auch jeweils jedes einzelne Blatt mit Butter bepinseln. Zum Schluss die Ränder des Teiges nach innen einschlagen und mit einem scharfen Messer die Teigschichten in Rauten vorschneiden.
- Jetzt wird der Baklava für 10 Minuten auf 220° C gebacken, dann die Ofentemperatur auf 180° C reduzieren und weitere 20 Minuten backen, bis es eine wunderschöne goldenen Farbe bekommt.
- In der Zwischenzeit kannst du den Sirup vorbereiten. Honig, Zitronensaft und Wasser in einem Topf erhitzen und ca. 5 min köcheln lassen. Die Zutaten müssen sich gut verbinden.
- Baklava aus dem Ofen nehmen und gleichmässig den Sirup über das Gebäck begießen. Abkühlen lassen! Bevor du deinen Gästen diesen leckeren Nachtisch servierst, kannst du die vorgeschnitten Stücke durchschneiden. Jetzt heisst es genießen!
Oh, lecker. Ich wusste gar nicht, dass Baklava eine griechische Spezialität ist. Vielleicht werde ich meine Freundin mal überraschen und das Backen. Ich freue mich schon, wenn man in Wien wieder normal essen gehen kann.
Hallo liebe Manni, konntest Du deine Freundin mittlerweile überraschen mit dem Baklava backen?
die Anleitung ist zu schwierig geschrieben, aber es war lecker
Tolles Rezept
Dankeschön liebe Conny – Hast Du es schon ausprobiert ? Liebe Grüsse Maria