
Oliven gehören zu Griechenland wie das Meer, kleine Tavernen und lange Sommerabende. Kaum ein anderes Lebensmittel ist so eng mit der griechischen Kultur verbunden wie die Olive. Doch obwohl fast jeder griechische Oliven kennt, wissen die wenigsten, dass es in Griechenland viele verschiedene Olivensorten gibt – und dass nicht jede Olive automatisch für Olivenöl gedacht ist.
Manche Sorten werden hauptsächlich als Tafeloliven gegessen, andere fast ausschließlich zu hochwertigem Olivenöl verarbeitet. Wieder andere können beides. Genau diese Unterschiede machen die Welt der griechischen Oliven so spannend.
Griechenland gehört zu den wichtigsten Produzenten von Olivenöl weltweit. Außerdem hat der Olivenanbau dort eine lange Tradition. Je nach Region, Klima und Sorte entstehen völlig unterschiedliche Geschmacksprofile – von mild und fruchtig bis intensiv, pfeffrig und hochpolyphenolisch.
Wer sich einmal intensiver mit griechischen Olivensorten beschäftigt, merkt schnell: Olive ist nicht gleich Olive.
Die bekanntesten griechischen Olivensorten
Kalamon

Die wohl bekannteste griechische Olive weltweit stammt aus der Region Kalamata auf dem Peloponnes. Die mandelförmigen, dunkelvioletten Kalamon-Oliven besitzen einen intensiven, leicht fruchtigen Geschmack und werden hauptsächlich als Tafeloliven verwendet.
Sie eignen sich perfekt:
- für Salate
- Meze-Platten
- Pasta
- mediterrane Gerichte
Für Olivenöl werden Kalamon-Oliven dagegen deutlich seltener genutzt.
Koroneiki

Wenn es um hochwertiges griechisches Olivenöl geht, führt kein Weg an der Koroneiki-Olive vorbei. Diese kleine Olive gilt als wichtigste Olivensorte Griechenlands für die Olivenölproduktion.
Besonders bekannt ist sie für:
- hohen Polyphenolgehalt
- intensive Fruchtigkeit
- leichte Schärfe
- komplexe Aromen
Aus Koroneiki-Oliven entstehen viele der besten griechischen extra nativen Olivenöle. Gerade hochwertige Premium-Olivenöle aus Kreta, Messinien oder Lakonien basieren oft auf dieser Sorte.
Amfissa-Olive

Die Amfissa-Olive stammt aus Zentralgriechenland und gehört zu den ältesten griechischen Olivensorten überhaupt. Sie ist größer, milder und deutlich weicher im Geschmack.
Typisch ist:
- mildes Aroma
- fleischige Konsistenz
- ideal als Snackolive
Sie wird überwiegend als Speiseolive verwendet.
Throuba-Olive

Eine besonders interessante Sorte ist die Throuba-Olive von der Insel Thassos. Sie reift direkt am Baum und verliert dabei auf natürliche Weise ihre Bitterstoffe.
Dadurch entsteht:
- ein weicher Geschmack
- leicht rosinenartige Noten
- eine natürliche Süße
Diese Oliven gelten als echte Spezialität in Griechenland.
Bei Greek Cuisine Magazine beschäftigen wir uns besonders gerne mit genau solchen hochwertigen Olivenölen, weil sie ein zentraler Bestandteil der mediterranen Ernährung sind.
Welche Oliven sind für Olivenöl gedacht?

Nicht jede Olive eignet sich gleich gut zur Ölproduktion. Für hochwertiges extra natives Olivenöl werden meist Sorten verwendet, die:
- besonders ölreich sind
- intensive Aromen besitzen
- viele Polyphenole enthalten
- Koroneiki
- Athinolia
- Tsounati
Gerade die Koroneiki-Olive gilt weltweit als eine der besten Olivensorten für Premium-Olivenöl.
Warum schmeckt griechisches Olivenöl oft intensiver?

Viele griechische Olivenöle besitzen eine deutliche Schärfe im Abgang. Das liegt häufig an den enthaltenen Polyphenolen – natürlichen Antioxidantien, die als besonders wertvoll gelten.
Ein hochwertiges griechisches Olivenöl darf:
- leicht bitter
- fruchtig
- pfeffrig
sein.
Genau diese Eigenschaften stehen oft für Frische und Qualität.
Welche Oliven sollte man essen?



Das hängt komplett vom Geschmack ab. Wer kräftige Aromen liebt: Kalamon-Oliven. Wer milde Oliven bevorzugt: Amfissa-Oliven. Wer hochwertige Olivenöle sucht: Koroneiki-basierte Olivenöle. Die griechische Küche zeigt dabei wunderbar, dass jede Sorte ihren eigenen Charakter besitzt.
Griechenland und die Olive – mehr als nur ein Lebensmittel

Olivenbäume gehören seit Tausenden von Jahren zu Griechenland. Viele Familien besitzen eigene kleine Haine, manche Bäume sind mehrere hundert Jahre alt. Die Olive ist dort nicht einfach nur ein Produkt, sondern Teil des Alltags, der Kultur und der Identität.
Vielleicht schmecken griechische Oliven deshalb auch so besonders: weil hinter ihnen oft echte Familiengeschichten, Tradition und viel Handarbeit stehen.