Griechische Zitronenkartoffeln

Es ist jedes Mal das Gleiche. Man steigt in Griechenland ins Flugzeug ein mit einer Haut, die noch nach Salz und Sonne riecht, im Kopf das Rauschen des Meeres und im Herzen dieses Gefühl von Leichtigkeit. Ein paar Stunden später sitzt man in Deutschland im Regen, zwischen Terminen, E-Mails und To-Do-Listen – und es fühlt sich an, als wäre der Urlaub nie gewesen.
Der Alltag packt einen gnadenlos.
Und trotzdem bleibt da etwas – ein Nachhall. Ein Geruch, ein Geschmack, ein Klang. Manchmal reicht der Duft von frisch aufgeschnittenen Tomaten, ein Schluck Wein oder ein Stückchen Brot mit Olivenöl, und plötzlich ist man wieder dort: in der kleinen Taverne am Hafen, am Tisch mit Freunden, mit dem Blick aufs Meer.
Genau diese Momente sind es, die mir helfen, die Brücke zu schlagen zwischen Urlaub und Alltag. Nicht, um die Sehnsucht kleiner zu machen – im Gegenteil. Sondern um sie wachzuhalten. Denn die Sehnsucht ist vielleicht das Schönste, was man aus Griechenland mitnehmen kann. Sie erinnert uns daran, dass es ein Leben gibt, das leichter ist, freier, echter.
Zurückkommen heißt also nicht, alles hinter sich zu lassen. Es heißt, die Stücke Griechenlands, die wir im Herzen tragen, in unseren Alltag hineinzutragen – bis zur nächsten Reise.

Zutaten
- 1,5 kg festkochende Kartoffeln
- 3 Zitronen Saft
- 5 EL Olivenöl
- 3 Knoblauchzehen fein gehackt
- 250 ml Wasser
- 2 TL getrockneter Oregano
- 1 TL Thymian
- Salz und frischen Pfeffer
Anleitungen
- Kartoffeln vorbereitenKartoffeln schälen, längs vierteln oder in Spalten schneiden.
- Marinade anrührenZitronensaft, Zitronenabrieb, Olivenöl, Knoblauch, Brühe, Oregano, Salz und Pfeffer in einer Schüssel verrühren.
- BackenKartoffeln in eine Auflaufform oder auf ein Backblech geben, Marinade darübergießen und alles gut vermengen.Bei 200 °C (Ober-/Unterhitze) ca. 50–60 Minuten goldbraun backen. Zwischendurch einmal wenden und evtl. mit etwas Flüssigkeit nachgießen.


Ein Kommentar
Du sprichst mir aus der Seele mit Deiner Beschreibung. Die griechischen Kartoffeln gehören seit gut 40 Jahren zu meiner Kochliste. Als Erinnerung und Vorfreude immer wieder auf Griechenland. Efcharisto poly