GREEK CUISINE MAGAZINE

Die Sarakosti – Die 40-Tage-Fastenzeit in Griechenland

Die griechische Fastenzeit beginnt  offiziell mit der „Kathara Devtera“, dem sogenannten „Reinen“ Montag. Was hat es denn mit dem Wörtchen „Rein“ auf sich und woher kommt dieser Ausdruck?
Der Sinn in diesem Ausdruck liegt darin, die orthodoxen Christen sowohl körperlich als auch seelisch auf die Osterzeit vorzubereiten und zu „reinigen“. Der „Reine“ Montag,  der erste Fastentag in Griechenland, beginnt ohne jegliche tierische Produkte und wird in dort als offizieller Feiertag gefeiert. Das bedeutet, dass alle Geschäfte und öffentlichen Einrichtungen geschlossen bleiben und die Kinder nicht zur Schule gehen. Laut orthodoxer Kirche soll auch die Hausarbeit ausbleiben, außer dem Kochen und Reinigen der Küchengeräte von jeglichen Fleischresten.
Nun ist die sogenannte vegane Diät angesagt. Das heißt, dass außer Fleisch auch keine weiteren tierischen Produkte,  wie Milch, Joghurt, Käse oder Eier, mehr konsumiert werden.
Verzehrt werden lediglich alle pflanzlichen Produkte sowie Meeresfrüchte. Allerdings soll in dieser Zeit auch das Olivenöl vermieden werden. Aber warum das, es ist doch pflanzlich, mag sich jetzt vielleicht der eine oder andere fragen. Und außerdem werden doch auch die Oliven in dieser Zeit gegessen. Das Olivenöl-freie-Fasten ist im wahrsten Sinne des Wortes ein schwieriges Fasten, da die mit Wasser gekochten Speisen für den einen oder anderen Gaumen ziemlich geschmacklos sind. Doch genau dies soll dem fastenden Menschen das Gefühl von Mangel an kräftigen Speisen vermitteln. Bleibt aber das Olivenöl in der Fastenküche bestehen, so wird einem das Fasten zu leicht gemacht. Die Olive an sich macht noch lange keine stärkende Speise aus. Deswegen wird sie dem Diätplan beigelassen. Aber nichtsdestotrotz darf man das Olivenöl während der Fastenzeit samstags und sonntags (außer am Karsamstag) verwenden.
Die Fastenzeit in Griechenland beträgt 40 Tage. Das ist eine ziemlich lange Zeit.  Dies bezieht sich  auf die Zeit, in der Jesus 40 Tage in der Wüste gefastet hat. Heute halten sich allerdings nur noch wenige an die oben beschriebenen Regeln.
Und hier ein Rezept der Gerichte, die am diesem „Reinen“ Montag gegessen werden:
Lagana
Dieses Fastenbrot wird meist mit Toursi (in Salzlauge eingelegtes Gemüse), Taramousalata (Fischrogensalat) und Oliven gegessen. Als Hauptspeise essen viele Familien entweder Meeresfrüchte, wie Oktapus mit kleinen Makkaroni oder Fasolada (einen einfachen Eintopf aus weißen Bohnen und Tomaten). Zum Nachtisch gibt es Halvas (eine Süßspeise entweder aus einem Mus von Sesamsamen, wie Tahini, und Zucker oder Honig oder aus Gries mit Nüssen und Honig).

Text und Bild: Nicki Vlachou, Autorin

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