Großmutters Brot aus dem Holzofen

Die Ampel ist mal wieder rot und alles staut sich. Nach mehreren Meetings und einen stressigen Tag kreuzten sich meine Gedanken hin und her. Ich brauchte etwas frische Luft. Ich kurbelte die Fenster von meinem Auto runter. Zu meiner Überraschung atmete ich den Geruch von warmem Brot ein. Ein paar Meter weiter unten hielt ich direkt vor dem Bäcker an war. Außerdem hatte ich Zeit. Ich ging hinein und bat um ein Brot. Der Herr mit den beiden weißen Flecken von Mehl auf seinem Gesicht deutete mir an, dass es soeben aus dem Ofen kommt. Ich dankte ihm sehr. Ohne zu zögern und nachzudenken setzte ich mich auf die Treppe. Mein schwarzer Bleistiftrock war mir in diesem Moment auch ziemlich egal. Das leckere Brot war in Papier eingewickelt. Ich öffnete es schnell.

Und so erstaunlicher war es wie der Geruch all meine Sinne aktiviert hat. Bilder kamen hoch. Bilder von meiner Großmutter die im Dorf einen Holzofen besaß. Sie rief mich – ich sollte von der Holzschaukel absteigen die mitten im Hof an dem Maulbeerbaum hing – und gab mir ein Stück Brot. Ich kannte den einzigartigen Geschmack und mit einem Sprung rannte ich zu ihr. Süße Erinnerungen die die Seele heilen und den Geist erfreuen.

Dieses  Aroma des Brotes habe ich noch nicht wieder getroffen auf  der Welt, nur in Griechenland.

Text & Bild: K. Tsouka, greek-cuisine.com

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