GREEK CUISINE MAGAZINE

Top Pastry Chef Dionysis Alertas

Wenn die Luft nach Schokolade, Karamell, knuspriges Gebäck, Obst, Nüsse und frischer Butter riecht, kommt Dir nur der Chef Pátisserie Dionisis Alertas in den Sinn. Katerina Tsouka von Greek-Cuisine-Magazine  hatte die Ehre, ihn zu treffen. Wir haben uns riesig gefreut. Herzlichen Dank!
dionysis-alertas-greek-cuisine-com-rezepteMein Geruchssinn wurde sofort ausgelöst als ich die Treppe hinaufstieg, um in die Konditorei Δειπνοσοφιστήριον zu gehen. Ich atmete den Geruch von frischer Butter und Schokolade ein. Ein Samstag morgen nicht wie jeder andere. Ein schöner, süsser Samstag lag in der Luft, denn ich hatte die Ehre den Chef Patissier Dionysis Alertas kennenzulernen. Dionysis ist subversive, exzentrisch, zeitgenössisch, charmant, höflich und vor allem talentiert. Eine Quelle für Energie und Kreativität. Er ist ein Workaholic und ein harter Arbeiter. Er arbeitet von morgens bis abends, sieben Tage die Woche. Er liebt was er tut und denkt überhaupt gar nicht daran, dass seine Schuhe mit Schokolade beschmutzt sind. Der Erfolg wurde ihm nicht in die Wiege gelegt. Mit 19 wurde er zum Konditor und er sagt, dass die Süsswarenkunst einfach sein Leben ist.
Ich fragte ihn, viele Dinge, mit Ausnahme der zahlreichen Tatoos am ganzen Körper. Ich habe es als unnötig angesehen, denn wenn jemand mehr als 50 Tatoos und Piercings hat, ist es so offensichtlich, dass er es will. Er erzählte mir, dass er schon sehr eifrig auf seinen Kumpel und Tätowierer  wartet, der sich momentan im  Ausland befindet, um sich ein neues Tatoo zu stechen.
GCM:
Was ist die Grundvoraussetzung für eine professionelle Ausbildung zum Konditor? 
Dionysis Alertas, greek-cuisine-magazine, Interview
Dionysis Alertas
Dionysis:
Zunächst braucht man eine sehr gute Konditorei um sehr gut ausgebildet zu werden und um alles mögliche kennenzulernen. Du brauchst sehr gute Rohstoffe und natürlich viel Liebe.
GCM:
Gibt es einige Meilensteine in Deiner Karriere?
Dionysis:
Eigentlich als ich mit großen Konditorchefs im Ausland gearbeitet habe. Als ich in Spondi mit dem großen Jules Marshall arbeiten durfte, habe ich gesehen wie man in Europa mit Süsswaren arbeitet.
GCM:
Gibst du jungen Menschen eine Chance und glaubst du an das Team?
Dionysis:         
Schwierig finde ich es mit älteren Menschen zu arbeiten, ich kann ihnen nicht meine Kultur aufsetzen. Es ist schwierig einen Menschen zu ändern, der von seiner Meinung überzeugt ist und ihn dann vom Gegenteil zu überzeugen. Jedoch ist das Spiel gemeinschaftlich. Ich bin ein Konditor und mein Team macht mich zum Konditor. Ohne ein perfektes Team machst du gar nichts. dionysis-alertas-greek-cuisine-com-fotos-5
GCM:
Hast du jemals daran gedacht, aufgrund deines jungen Alters, dass du ein paar Dinge in deinem Leben verpasst hast?
Dionysis:
Naja vielleicht habe ich einige Dinge verpasst als ich 22 oder 23 war. Ja und? Dafür erlebe ich es jetzt viel intensiver. Ja klar ich musste die Wochenende arbeiten, aber das war mir egal, denn ich wollte mir eine Zukunft aufbauen für die nächsten 30 – 35 Jahre.                       
GCM:
Wie inspirierst du Dich für deine Rezepte?
Dionysis:
Eigentlich passiert es täglich. Du benötigst gute Rohstoffe. Wenn man viele Dinge mitgenommen hat aus Seminaren, aus Reisen, kannst du deiner Phantasie freien Lauf lassen.
GCM:
Erstellst du jeden Tag neues Gebäck etc.? Oder bleibst du Standhaft?
Dionysis:
Ja ich mache jeden Tag etwas Neues. Ich kann nicht sagen, dass ich zehn von der Sorte mache oder wie einige zu sagen pflegen zehn Codes. Der Kuchen ist kein Code. Es ist ein reines Ding, namens Schöpfung. Jeden Tag denke ich über neue Sachen nach, damit ich mich nicht langweile. Natürlich behalte ich gute Sachen, die ich manchmal so lasse oder erneuern sie damit es dem Kunden ebenfalls nicht langweilig wird. dionysis-alertas-greek-cuisine-com-fotos-1
GCM:
Ist Schokolade deine Lieblingszutat oder etwas anderes? 
Dionysis:
Obst, Schokolade, Trockenfrüchte alles zusammen. Besonders Vanille. Vanille ist eine wunderbare Sache. Aber nur frisch. Nicht dieses zusammengesetzte Mischzeug. 
GCM:
Verwendest du griechische Produkte für deine Kreationen und wenn ja, was?
Dionysis:
Die griechische Walnuss und Mandeln die es hier in Hülle und Fülle gibt sowie den Honig.
Und ich verwende die Erdbeeren. Die griechische Erdbeere ist in keiner Weise vergleichbar, wenn man sie in ihrer Erntezeit zubereitet und isst. 
GCM:
Was ist Dein griechischer Lieblingskuchen?
Dionysis:
Galaktobureko ist mein Favorit. Davon könnte ich Unmengen essen. 
dionysis-alertas-greek-cuisine-com-fotos-7Welchen Dessert / Kuchen würdest du für deine Liebste vorbereiten?
(lach) Ich würde nichts vorbereiten. Ich bringe ihr “mich”mit. 
GCM:
Ist das Leben süß?
Dionysis:
Jetzt ist es ein wenig bitter für Griechenland wegen der Lage. Das Leben hier läuft jetzt nicht sehr glücklich.
Für mich persönlich ist es süß.
GCM:
Wo können wir Deine süßen Kreationen genießen? 
Dionysis:
In Criollo, das Goulandris-Museum, das Benaki Museum, das Hotel NJV Athens Plaza, im Gaspar und im Deipnosofistirion.
GCM:
Hast du noch andere berufliche Ziele? Bereitest du Dich auf etwas neues vor? 
Dionysis:
Ich gebe Unterricht zum Thema Gebäck etc. für Lehrlinge. Auch bin ich im TV zu sehen. Generell gibt es viele Vorschläge. Und ich kann wählen was ich mache. 
GCM:
Ein Lebensmotto von Dir?
Dionysis:

Gott sei Dank

Nach unserem angenehmen Gespräch mit Dionysis Alertas besuchten wir die Patisserie Criollo in Kato Kifissia. Ein Geschäft, das die überquellenden süßen Kreationen zur Schau stellt. Tarté, Torten, Kuchen, Croissants, Brioches, Kekse, Süßigkeiten, Marmelade, Schokolade, Müsliriegel, Pagotinia, Macarons, Bonbons in unglaublichen Aromen… und wie viele Süßigkeiten die architektonischen Meisterwerke ähneln! Nach dem ersten gastronomischen „Schock“ habe ich das ausgezeichnete „Profiterol“ probiert. Ein Gaumenschmaus und an zweiter Stelle einfach erstaunlich salzig. Ebenso einzigartig wie der einzigartige Schöpfer Dionysis Alertas.dionysis-alertas-katerin-tsouka-greek-cuisine-com-magazine

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